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Klare Kante bei den Finanzen: Gersthofen muss jetzt ehrlich haushalten

22. Juli
2 Min. Lesezeit

Statement der WIR-Fraktion im Stadtrat Gersthofen zur aktuellen Haushaltslage. Fraktionsvorsitzender Josef Koller sagt unter anderem ""Konkret bedeutet das für uns: Jede weitere Investition muss von Anfang an mit ihren Folgekosten geplant werden. "


Die finanzielle Lage der Stadt Gersthofen ist ernst. Die Gewerbesteuereinnahmen sind in diesem Jahr massiv eingebrochen – deutlich stärker, als noch bei den Haushaltsberatungen im Februar absehbar war. Statt einer erwarteten Finanzierungslücke von rund fünf Millionen Euro stehen inzwischen Fehlbeträge von bis zu zwölf Millionen Euro im Raum. Ein Einbruch dieser Größenordnung ist auch im Vergleich zu unseren Nachbarkommunen außergewöhnlich – und er zwingt uns alle zum Handeln.


Was wir seit Langem fordern

Wir vertreten seit Langem den Standpunkt – und haben ihn in den Haushaltsberatungen immer wieder eingefordert –, dass Gersthofen betriebswirtschaftlich sinnvoll, nachhaltig und stabil planen muss. In einer instabilen Wirtschaftslage kann sich die Stadt ein „Weiter so" bei den Finanzen schlicht nicht leisten.


Folgekosten gehören auf den Tisch – transparent und ehrlich

Fraktionsvorsitzender Josef Koller erklärt: "Konkret bedeutet das für uns: Jede weitere Investition muss von Anfang an mit ihren Folgekosten geplant werden. Und diese Folgekosten müssen transparent dargestellt werden – auch für die Bürgerinnen und Bürger. Wer im Stadtrat eine Entscheidung trifft, muss klar benennen können, was sie über die kommenden fünf bis zehn Jahre finanziell bedeutet: für Unterhalt, Personal, Betrieb und Instandhaltung. Nur so entstehen Entscheidungen, die die Stadt langfristig tragen kann – und die für jeden nachvollziehbar sind."


Jetzt konsolidieren: alles auf den Prüfstand

Auch WIR-Vereinsvorsitzender Alois Pfiffner weiß um die Tragweite der Situation und macht deutlich: "Die Vorausschätzungen bei der Gewerbesteuer waren viel zu optimistisch – und genau davor haben wir als WIR-Fraktion in den Haushaltsberatungen und in unseren Haushaltsreden rechtzeitig gewarnt. Gehört wurden wir leider nicht. Jetzt, da die Gewerbesteuer in Gersthofen tatsächlich rückläufig ist, gilt es vor allem, Konsolidierungsmaßnahmen einzuleiten. Das heißt: wirklich alles auf den Prüfstand stellen. Unnötige Ausgaben bzw. „Nice-to-have"-Projekte müssen genau analysiert, gekürzt oder ganz gestrichen werden. Wir machen uns nichts vor – diese Einschnitte sind schmerzhaft. Aber sie sind notwendig, um Gersthofen wieder auf Erfolgsspur zu bringen. Und genau darum geht es uns für unsere Heimatstadt: Erfolge in der Zukunft für alle Generationen, die hier mit uns und nach uns leben wollen."


Wofür wir stehen

Die WIR-Fraktion steht für ein wirtschaftlich starkes Gersthofen. Denn nur eine Stadt, die finanziell auf soliden Füßen steht, kann ihren Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft Lebensqualität ermöglichen – gute Kinderbetreuung, funktionierende Infrastruktur, ein lebendiges Vereins- und Kulturleben. Dafür arbeiten wir. Ehrlich, transparent und mit Blick auf die nächsten Jahre – nicht nur auf den nächsten Haushalt.


Ihre WIR-Fraktion im Stadtrat Gersthofen

 
 
 

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